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Besetzung der Fabrik Klingenberg ist Thema

Foto: Fabrik Klingenberg (Copyright: Walter Meutzner)

Stadtgeschichtliches Projekt widmet sich mit einem Vortrag am 10. März den Vorkommnissen vom November 1980

Im Rahmen des stadtgeschichtlichen Projektes „Vom Gigantismus zur historischen Innenstadt“ lädt die Projektgruppe am Montag, 10. März, um 18 Uhr zu einem Vortrag „Autonome Jugendliche gegen den Staat – Die Besetzung der Fabrik Klingenberg im November 1980“ in die Räume der Volkshochschule Detmold, Krumme Straße 20, ein. Dr. Andreas Ruppert, 2001 bis 2013 Leiter des Stadtarchivs Detmold, referiert über die Geschichte und politischen Auseinandersetzungen rund um das ehemalige Detmolder Fabrikgebäude Klingenberg.

In den 1970er Jahren gab es in Detmold städtebauliche Planungen, die bei ihrer Realisierung die historische Altstadt weitgehend zerstört hätten. Abbruch statt Erhaltung und Sanierung galt als Aufbruch in die Moderne und wäre der Aufbruch in die Betonzeit und autogerechte Stadt geworden. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Hornschen Straße entbrannte 1980 ein Streit um zwei den Eingang zur Stadt prägende, inzwischen leerstehende Gebäude der Fabrik Klingenberg. Die Landesregierung als Eigentümerin und die Stadt wollten den Abriss zugunsten einer Erweiterung der Bezirksregierung. Ob das Gelände dafür je gebraucht würde, war völlig offen. Junge Bürgerinnen und Bürger, organisiert in der Kulturinitiative Detmold, sahen dagegen in den Gebäuden ideale Möglichkeiten für den Betrieb eines generationenübergreifenden Kultur- und Kommunikationszentrums. Sie besetzten die Fabrik im November 1980, im Januar 1981 wurden die Gebäude polizeilich geräumt. Die Stadt ließ sie im Wettlauf mit dem Denkmalschutz sofort abreißen. Seit inzwischen 44 Jahren wird das Gelände als „Parkplatz Bezirksregierung“ genutzt.

Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ansprechpartnerin für das stadtgeschichtliche Projekt ist die Leiterin des Detmolder Stadtarchivs, Dr. Bärbel Sunderbrink, unter der Mailadresse stadtarchiv@detmold.de oder telefonisch unter 05231/766-110.

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